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Motorradtrial im Winter – Was JETZT tun, für einen perfekten Saisonstart?

fitness motorrad-trial training wartung und pflege Feb 13, 2026
Jan Peters, Trial Meister driftet im Schnee mit seinem TRS 300ccm Trialmotorrad

Bist du ein Bär, der für ein paar Monate in Winterschlaf verfällt? Falls nicht, dann gibt es keine Ausrede, jetzt zu pausieren. Ganz im Gegenteil: Jetzt ist die beste Zeit, um Technik, Gefühl und Grundlagen gezielt zu verbessern (Und deinen Kollegen, die aktuell lieber auf der Couch entspannen, einen gewaltigen Schritt voraus zu sein!).

 

In diesem Artikel findest du:

  • Spezifische Fitness in der Off Season - welche Übung wirklich überträgt

  • So optimierst du dein Fahrwerk

  • Konkrete Technik-Training-Ansätze bei wenig Grip

  • Wie Drifts & Slides dir langfristig helfen

  • Profi Tipps fürs Training

     

⏱️ Lesezeit: ca. 8 Minuten

 


 

Fitness trifft Trial – Kettlebell-Swings

 

Trial ist keine reine Techniknummer. Kraftübertragung, Rhythmus und die Fähigkeit, auch unter Ermüdung sauber zu fahren, spielen eine entscheidende Rolle.

Kettlebell-Swings treffen genau diesen Kern. Explosiver Hüftschwung, stabile Körpermitte, lockere Arme. Die Bewegung kommt aus dem Körper, nicht aus den Armen.

Gerade bei Techniken wie Vorderrad versetzen oder Stufentechnik brauchst du genau diese koordinierte Bewegung – und zwar nicht nur einmal perfekt, sondern wiederholt, auch wenn es anstrengend wird.

 

Quick-Tipps

  • Qualität vor Gewicht

  • Saubere Wiederholungen

  • Rhythmus statt Kraft

  • Serien unter leichter Ermüdung

Wenn wir dir GENAU EINE Übung für den Winter mitgeben müssten, dann diese.

 


 

Fahrwerk – Jetzt ist die beste Zeit

Im Winter fehlt oft der Zeitdruck. Keine Rennen, keine Events, keine Ablenkung. Genau deshalb ist jetzt der perfekte Moment, um sich um das Fahrwerk zu kümmern.

Kleine Anpassungen, bewusst getestet, sauber dokumentiert – das zahlt sich später aus.

Quick-Tip-Checkliste

  • Sag prüfen (statisch & dynamisch)

  • Klicks zählen und notieren (Zug UND Druckstufe)

  • Basis-Setup herstellen

  • Extreme vermeiden (zu viel des Guten macht kein Spaß, wirklich)

  • Änderungen immer einzeln testen

Typische Fehler sind schnelle Bauchentscheidungen, zu viele Änderungen auf einmal oder fehlende Notizen.

Wenn du das Thema systematisch angehen willst: In unserem kostenlosen Trial-Bundle findest du auch ein Fahrwerks-E-Book, das genau diese Punkte strukturiert aufgreift. Und wenn du tiefer einsteigen möchtest, dann nutze unseren FAHRWERK VERSTEHEN Videokurs auf der Kursplattform oder auch als Standalone.


→ Zum Trialbundle Download

→ Zur Videokursübersicht

 


 

Versetz-Challenges!

 

Winter ist perfekt für Versetztraining. Wenig Platz, wenig Grip, aber maximaler Lerneffekt.

Wichtig ist, zwischen verschiedenen Arten von Challenges beim Üben zu unterscheiden.

 

Ausdauer-Challenges
Viele Wiederholungen, gleiche Bewegung, Fokus auf saubere Technik unter Ermüdung.

1 Beispiel: "Marathon": Kopfhörer auf, Gute Music an, Zeit Stoppen und im Kreis Versetzen, bis du vom Bike fällst. Achte auf die Technik!

 

Präzisions-Challenges
Wenige Versetzbewegungen, klare Zielpunkte, maximale Kontrolle und Ruhe.

1 Beispiel: Nimm einen Besenstiel oder Stock, und Versetze Hinter- und Vorderrad darüber, dann wieder zurück. Berühren ist nicht erlaubt, aber dennoch so nahe wie möglich bleiben. Schwieriger, als man denkt!

 

Beides trainiert völlig unterschiedliche Fähigkeiten. Und genau diese Mischung fehlt vielen bei der Saisonvorbereitung.

 

Wenn du eher der methodische Typ bist: Unsere Videokurse greifen genau solche Challenges strukturiert auf (und natürlich die Technik dahinter). Der Winter ist dafür ideal.

 


 

Kupplungsimpulse & Gripfindung

Das ist ein unglaublich wichtiges Thema. Und eines, das du wirklich nur dann ehrlich trainieren kannst, wenn wenig Grip vorhanden ist - wie beispielsweise Jetzt.

Ich habe früher viele Wintereinheiten an einem einzigen Wurzelhang verbracht. Glatt, teilweise vereist. Nur ganz wenige Punkte, an denen überhaupt Grip aufgebaut werden konnte. Dazwischen: rutschige Wurzeln.

 

Das Gute daran: Diese Bedingungen verzeihen nichts. Du bekommst sofort Feedback, wenn du an der falschen Stelle Gas gibst – oder auch nur darüber nachdenkst, Gas zu geben.

Schon wenige gezielte Trainingseinheiten machen dich hier extrem präzise. Und du hast später in unglaublich vielen Situationen einfach keine Probleme mehr damit, Grip zu finden.

 

Quick-Tipps

  • Bewusst schlechte Gripbedingungen suchen

  • Langsam und kontrolliert trainieren

  • Druck nur an definierten Punkten aufbauen

  • Kupplung aktiv und explosiv einsetzen

Und ja:
Kupplungsimpulse an den richtigen Stellen bauen deutlich mehr Grip auf als gleichmäßiges, kontinuierliches Gasgeben und Rollenlassen – auch wenn genau das Anfängern oft zuerst beigebracht wird.

 


 

Drifts & Slides

Ein wichtiger Punkt – vor allem für alle Verfechter des sauberen Fahrens.

In vielen anderen Motorsportarten lässt man es auch mal krachen. Beim Trial ist das Ziel klar: sauber fahren, Grip haben, präzise sein.

 

Das Ding ist: Das funktioniert so nicht.

 

Es wird nie perfekte Bedingungen geben. Es wird passieren, dass du wegrutschst. Und manchmal sind kurze Slides sogar von Vorteil. Sie ersparen dir ein Versetzen (Und: Ein Drift an der richtigen Stelle sieht einfach gut aus).

Mein Tipp, vor allem an diejenigen unter euch, die das sonst nicht von sich aus machen: Nutzt die rutschige Zeit im Winter. Driftet. Rutscht. Habt Spaß.
Lass dein Hinterrad fliegen.

 

Mit diesem „Training“ – auch wenn man es eigentlich nicht so nennen kann – baust du eine enorme Kontrolle auf für genau die Momente, in denen etwas schiefgeht, das Rad unerwartet wegrutscht oder die Bedingungen einfach mies sind.

 

Du lernst nicht im Kopf zu bleiben, sondern im Gefühl.

Ganz nebenbei lernst du:

  • Rastendruck bewusst einzusetzen

  • Mit kleinen Anpassungen mehr oder weniger Grip aufzubauen

Und genau das macht später den Unterschied.

 


 

Materialpflege & Bike-Check – Jetzt erledigen, später fahren

Der Winter ist die perfekte Zeit, um dein Bike in Ruhe durchzugehen. Weniger Fahrzeit, mehr Fokus.

Winter-Checkliste:

  • Motor, Kolben & Kette

  • Bremsen vorne / hinten

  • Kupplung/ Kupplungsdichtungen von Geberzylinder und Amatur

  • Mit dem Fahrwerksetup zufrieden? Service nötig?

  • Lager von Schwinge & Umlenkung

  • ALLE Schrauben

  • Reifen - zu Alt?

  • Elektrik / Kontakte / Offene Kabel

Auch hier noch einmal die Empfehlung zu unserem kostenlosen Trial Bundle, in dem du Checklisten für beispielsweise die komplette Wartung deines Bike bekommst. Perfekt falls du jemand bist, der hin und wieder eine Kleinigkeit vergisst (ist uns selbst natürlich noch nieee vorgekommen :))

→ Zum Trialbundle Download

 


 

Abschließende Profi-Tipps für ein gelungenes Wintertraining

OPTIONAL: Erwärme Brems- und Kupplungshebel vor dem Fahren.
Wenn dein Motorrad nicht im Warmen steht, wirst du sonst die erste halbe Stunde nur damit verbringen, deine abgefrorenen Finger wieder warm zu bekommen – und verzweifelt am Krümmer nach Wärme zu suchen.
(Als Elektrofahrer ist das noch einmal deutlich schwieriger.)

 

Bring deinen Körper auf Temperatur!
Im Winter reicht ein lockeres Warmfahren nicht. Ein kurzes Warm-up zu Fuß, das deinen Puls spürbar nach oben bringt, hilft Verletzungen vorzubeugen und sorgt für einen guten Start.
Auf der Trials-Kursplattform findest du dafür drei spezifische Warm-up- und Krafttraining-Tutorials.

 

Trainiere kompakt.
Lange Pausen lassen dich auskühlen. Plane lieber eine klare Einheit von etwa ein bis eineinhalb Stunden – und zieh sie konzentriert durch.

 

Wintertraining = Techniktraining.
Bei schlechten Gripbedingungen macht es Sinn, auf große Hindernisse zu verzichten und stattdessen Techniksektionen, Versetzen, Fahrsachen mit Flow, Hangsektionen oder Wurzelhänge zu trainieren. Das schafft Klarheit im Kopf und neue Motivation fürs Frühjahr.

 

Nutze den Winter als Vorbereitung aufs Frühjahr.
Das, was du dir jetzt an Technik, Gefühl und Ruhe erarbeitest, ist die Basis für alles, was später kommt. Unsere Vor-Ort-Lehrgänge im Frühjahr setzen genau hier an.
→ Zu den Lehrgangsterminen

 


 

Fazit

Winter ist keine Pause, sondern eine echte Chance.
Wenig Grip, kalte Bedingungen und reduzierte Möglichkeiten zwingen dich dazu, sauberer, bewusster und technischer zu trainieren.


Wer diese Zeit nutzt, startet im Frühjahr nicht bei null. Man hat dann nicht dieses Gefühl, sich alles wieder mühsam zurückerarbeiten zu müssen. Im Gegenteil: Man kann genau dort weitermachen, wo man im letzten Jahr aufgehört hat – mit einer noch stärker gefestigten Basis, um fortgeschrittene Techniken in Angriff zu nehmen und wieder richtig Fortschritt zu machen.
Und das fühlt sich verdammt gut an.

 

 

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